





Meine erste Reihe Geschichte Teil 1:
Meine erste Reihe Geschichte Teil 1:
Mein Name istBernd
, bin 63 Jahre alt und möchte über eine gefährliche aber
auch spannenende Zeit berichten. Ich wurde 1946
in Hessen geboren und
als ich 5 Jahre alt war zogen meine Eltern mit mir nach Thüringen.
Der Umzug war legal und die innerdeutsche Grenze war zu diesem Zeitpunkt
noch völlig durchlässig. Der Grund für diesen Umzug lag darin,dass meine
Mutter aus einem kleinen thüringischen Städtchen stammte und dahin zurück wollte.
Aber warum war sie dann in Hessen als ich geboren wurde ???
Sie erlebte den 2. Weltkrieg in diesem kleinen oben genannten thüringischen Städtchen. Dann kamen viele Kriegsverletzte zurück nach Deutschland. Auch in das Städtchen. Das Gymnasium wurde zu einem Lazarett umfunktioniert.
Meine Mutter wurde verpflichtet trotz einer anderen Ausbildung als Krankenschwester in diesem Lazarett zu arbeiten. Dort lernte sie meinen Vater kennen der verletzt aus dem Rheinland stammend dort lag. Sie verliebten sich.
Thüringen war zu dieser Zeit amerikanische Besatzungszone.Mein Vater kam somit in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Doch die Anwesenheit der Amerikaner dauerte nur 100 Tage weil die Allerierten entschieden,
das Thüringen von den Russen übernommen wird und im Gegenzug oder besser im Tausch Westberlin von den Russen geräumt wird und die 3 westlichen Besatzungen,aus Amerika,England und Frankreich dort Einzug halten. Das bedeutete ,dass mein Vater, der ja aus dem westlichen Bereich stammte ,als Kriegsgefangener von den Amerikanern mitgenommen werden sollte. Meine Mutter,die ja diesen Mann liebte wollte natürlich mit. Ihr Vater forderte aber von der damals gerade 18jährigen Tochter, dass vorher geheiratet wird. Das taten sie auch bevor die Reise auf amerikanischen Armeefahrzeugen nach Hessen begann. Sie landeten in einem kleinen hessischen Städtchen. Mein Vater hatte dann als Kriegsgefangener die Aufgabe in der Snackbar der Garnision n die Offiziere zu bedienen.Das war natürlich eine sehr angenehme Aufgabe weil er so vieles an Lebensmitteln in dieser schlechten Zeit mit nach Hause nehmen durfte und seine Frau und mich (ich war zwischenzeitlich auch da) gut versorgen konnte.Dann wurde er nach knapp 5 Jahren aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Nun stand die Entscheidung wie geht es weiter. Meine
Eltern entschieden sich in die Heimat meiner Mutter zurück zu kehren. Dort gab es für die damaligen Zeiten die Möglichkeit gut bezahlte Arbeit zu bekommen. Mein Vater, der vor dem Krieg im Bergbau arbeitete begann bei der russischen Firma „Wismut“ als Maschinenschlosser und arbeitete Untertage . Diese Firma hatte die Uranvorkommen in Ostdeutschland entdeckt und es wurde alles bis zum letzten Krümel ausgebeutet ohne auf die Gesundheit der Bergleute Rücksicht zu nehmen. Nach dem die Uranvorräte aufgebraucht waren wechselt er dann in den Eisenerzbergbau. Es war auch eine körperlich schwere Tätigkeit aber ohne die gefährliche radioaktive Strahlung.
Jahre später erkrankte er schwer. Ob es einen Zusammenhang zu seiner Arbeit im Uranbergbau gab konnte nie geklärt werden. 1990
verstarb er in dem hessischen Städtchen in dem ich geboren wurde. Auch ich war zwischenzeitlich wieder dort angekommen. Wie das zu dieser Zeit möglich war erzähle ich in meiner zweiten Geschichte.
Autor: Scholli64
Datum: 01.01.2010 - 01:00
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